Faktencheck Krankenhaus

Höchste Priorität für die  zukünftige Gesundheitsversorgung  in unserer Region muss es sein, dass alle Menschen,  die ein Krankenhaus aufsuchen müssen, eine umfassende und  fachlich optimale Behandlung bekommen.

 Es ist nicht einfach, bei diesem sensiblen  und umfangreichen Thema der Daseinsvorsorge nicht einfach seinem Bauchgefühl zu folgen. Deshalb ist es  von ganz besonderer Bedeutung sich mit den Fakten der Realität ausführlich auseinander zusetzen.

 

Die wichtigste immer wieder gestellte Frage: „Wie ist es mit der Notfallversorgung?“

Im Notfall rollt das Krankenhaus zum Patienten. Die Notfallversorgung wird und muss auch in Zukunft vor Ort vorgehalten werden.  Wichtig ist, dass bei einem Notfall der Notarzt mit dem Rettungswagen innerhalb von 15 Minuten vor Ort ist, um die lebensrettende Notversorgung zu gewährleisten.

 

Jeder Rettungswagen ist schon heute eine lebensrettende Intensivstation.

Alle Rettungsfahrzeuge sind schon heute mit entsprechenden Geräten und Mittel die man für die Notfälle braucht, ausgerüstet.  Für den Weg ins Krankenhaus ist daher ausreichend Zeit, fachlich und zielorientiert die weitere Behandlung einzuleiten.

 

Eine weitere Frage: „Wie kommen besonders ältere Menschen für Besuche ihrer Angehörigen nach Georgsheil?

Wenn das Krankenhaus in Georgsheil gebaut wird, wird selbstverständlich auch die Verkehrsinfrastruktur mit dem  öffentlichen Personennahverkehr  entsprechend angepasst werden. Damit wird sichergestellt, dass die Besuche von Angehörigen auch weiter möglich sind.

 

Die Krankenhäuser in Norden, Emden und Aurich sind alle Defizitär.

Von Jahr zu  Jahr müssen die immer  größer werdenden Defizite  der Krankenhäuser von den Kommunen und Gemeinden ausgleichen werden. Dies werden wir uns  auf Dauer nicht leisten können.

 

Für alle drei Krankenhäuser sind in den nächsten Jahren große Investitionen nötig,

um die notwendigen  Anforderungen der  Abläufe in einem modernen Krankenhaus im Interesse der Patienten sicherzustellen. Die Ablauforganisation  und die Strukturen der jetzigen Altsubstanz  der Gebäude  sind nicht mehr geeignet um eine qualitative Gesundheitsversorgung zukünftig  zu gewährleisten.

 

Alle drei Krankenhäuser  haben  große Nachwuchsprobleme.

Für junge Ärzte bieten die einzeln  bestehenden Krankenhäuser in der jetzigen Form keine Entwicklungsperspektive. Eine  Ausbildung  bzw. Weiterbildung ist schon heute nicht mehr möglich, da die geforderten qualitativen Voraussetzungen nicht mehr vorgehalten werden können.

 

Die Durchlaufzahlen  in den Fachabteilungen  sind in  den drei Krankenhäuser zu gering um an allen Standorten spezielle Fachärzte vorzuhalten.

Durch den  Zusammenschluss  der drei Häuser zu einem Klinikum würde sich eine deutlich bessere und ganzheitliche Fachkompetenz  ergeben, die sich qualitativ beim Patienten wiederspiegeln würde. Eine  Verlegung von Patienten in ein anderes Krankenhaus würde dadurch vermieden  werden können.

 

Eine Zusammenlegung   der drei Häuser zu einem Klinikum und das weiter in öffentlicher Trägerschaft, davon sind die Gesundheitsexperten, die Ärzte und die Betriebsräte  überzeugt, ist die notwendige Voraussetzung, damit weiter Gute Arbeitsplätze erhalten bleiben und die Gesundheitsversorgung für die Menschen in unsere Region auch in Zukunft nicht nur gewährleistet, sondern sich sogar noch verbessern wird.

Zusammengestellt von Horst Götze